plastikgeschirr
Ist Plastikgeschirr schädlich?

Benutzen Sie Plastik für Lebensmittel immer genau nach den Vorgaben des Herstellers?
Die Frage, ob Plastikbecher und Co. oder auch andere Behältnisse für Lebensmittel gesundheitsschädlich sind, lässt sich nicht pauschal mit ja oder nein beantworten. Dazu ist die Zahl der verwendeten Kunststoffe einfach zu groß. Allein für den Lebensmittelsektor gibt es über achthundert zugelassene Ausgangs- und Rohstoffe. Und durch die ständige Weiterentwicklung werden es immer mehr. Die Zulassung eines Kunststoffes für den Lebensmittelsektor geschieht immer nach den gesetzlichen Richtlinien, also nach bestem Wissen und Gewissen. Ein weiteres Kriterium ist die übliche Verweildauer des Inhalts in seinem Behältnis. Werden hierbei die gesetzlichen Grenzwerte unterschritten, gilt das Produkt als unbedenklich.

Der Unterschied zwischen Einwegbesteck und Verpackung
Ein gravierender Unterschied, auch bei der Zulassung, besteht in der Nutzung von zum Beispiel Plastikbechern und Verpackungen. Bei Verpackungen geht man von einem längeren Kontakt mit dem Inhalt aus, bei Einwegbesteck oder Plastikbecher dagegen nur von einem kurzen. Über einen längeren Zeitraum kann mehr von dem Kunststoff in den Inhalt übergehen. Das Herauslösen von Stoffen ist von der Kontaktzeit abhängig. Banal gesagt, je kürzer die Kontaktzeit, desto weniger Schadstoffe findet man im Inhalt.

Wo kommt das „mehr“ an Schadstoffen plötzlich her?
Steigende Rohstoffpreise, Energiekosten oder höhere Löhne veranlassen Hersteller oft zu leichten Veränderungen des Produktionsprozesses. Dies geschieht zum einen durch Erhöhung der Füllstoffe (Additive) und zum anderen durch Verkürzung bestimmter Produktionsschritte. Ergeben dann die gesetzlich vorgeschrieben Prüfverfahren immer noch eine Unterschreitung der Grenzwerte, bleibt das Produkt unbedenklich, auch wenn der Inhalt nun stärker belastet wird. Oft vergessen wir als Verbraucher aber auch, dass Plastik durch den Gebrauch altert. Ja selbst dann, wenn es nicht gebraucht wird. Es ist also nicht immer der Hersteller oder Gesetzgeber an allem Schuld. Größte Vorsicht ist bei „Billigprodukten“ aus Fernost geboten, weil dort meist nicht auf die Einhaltung unserer Gesetze geachtet wird.

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